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Sage der Kemptner Stadthexen

 

 

 

Eine alte Sage erzählt, dass im 16. Jahrhundert die Bauern des Kemptner Umland einer schrecklichen Hexe ausgeliefert waren. Bei jeder Gelegenheit hatte sie ihre Hände im Spiel; im Haus und im Stall oder gar auf der Jagd.

Die Hexe war überaus hässlich und voll Runzeln. Und in ihrem Mund fehlten auch die langen, spitzten gelben Zähne nicht. Sie hauste in einer Höhle am Unterlauf der Iller, war aber meistens unterwegs. Mit unglaublicher Geschwindigkeit flog sie in Lumpen gehüllt umher und belästigte immer wieder von neuem ihre geplagten Opfer.

So trieb sie ihr böses Spiel bis zur dunklen kalten Winternacht im Februar 1589. Etwa 20 kräftige Männer überraschten sie gegen Mitternacht mit viel List in ihrer Höhle. Mit einem zielsicheren Wurf mit einer Steinschleuder wurde sie im Schlaf erschlagen. Hätte die Hexe dieses Vorhaben geahnt, so hätten diese tapferen Männer ihren Wagemut sicher mit ihrem Leben bezahlt. So wurde sie endgültig erledigt und in die Iller geworfen und mit dem Schmelzwasser in Richtung Donau abgetrieben.

Doch ab und zu macht sich die Alte noch immer bemerkbar, wenn sie bei schweren Gewittern im Hochsommer auf ihrem Stecken durch das Kemptner Umland reitet. So werden der schäumenden Iller Geröll und Schuttmassen zum Transport mitgegeben, was die Bewohner von Kempten immer wieder von neuem an die dunkle Vergangenheit erinnern soll. Diese finsteren und bösen Vorgänge haben uns bewegt, am 25.10.2005 die „ Kemptner Stadthexen „ zu gründen um die Bevölkerung Kemptens vor weiteren Taten dieser bösen Hexe zu warnen……